Gesund durch die Sommerhitze

Titelseite HitzekniggeEs ist Sommer! Die Sonne strahlt und die Temperaturen steigen. Aber leider steigen damit auch die Gefährdungen unserer Gesundheit, denn zu hohe Temperaturen können besonders für ältere Menschen ein ernsthaftes Risiko darstellen.

Laut dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) starben in Deutschland während der Hitzewellen in den letzten Jahren mehrere tausend Menschen, meist Ältere, an den direkten Folgen der Hitze. Auch die Anzahl der Krankenhauseinweisungen stieg wegen der anhaltenden Hitze deutlich an. Es gilt inzwischen als gesichert, dass die Zahl der Tage mit extremer Wärmebelastung in den nächsten Jahren steigen wird. Daher ist es wichtig informiert zu bleiben, um richtig vorzubeugen und um sich entsprechend zu schützen.

Wann spricht man überhaupt von Hitze?

Von Hitze spricht man bei Wetterbedingungen mit hohen Temperaturen, unbehinderter Sonneneinstrahlung, schwachem Wind und zum Teil feuchter Luft (Schwüle). Der Deutsche Wetterdienst definiert folgende Begriffe:

  • Heiße Tage = Tage mit Höchsttemperaturen von mind. 30 °C.
  • Tropennächte = Nächte, in denen die Temperatur nicht unter 20 °C sinkt.

Wer ist besonders gefährdet?

Bei extremer, länger anhaltender Hitze leiden alle Menschen unter der Temperaturbelastung. Einige sind jedoch besonders betroffen:

  • Ältere Menschen, denn mit steigendem Lebensalter verändert sich der Stoffwechsel. Die Körpertemperatur reguliert sich langsamer und das Schwitzen bei hohen Temperaturen – sozusagen die körpereigene Abkühlung - wird seltener oder bleibt ganz aus.
  • Menschen mit Vorerkrankungen
  • Säuglinge und kleine Kinder

Vorsorge und Selbsthilfe bei Hitze

Schon im Vorfeld einer Hitzeperiode können Sie aktiv werden!

  • Mit der  WarnWetter-App des Deutschen Wetter Dienstes können Sie sich oder Ihre Angehörigen vor starker und extremer Wärmebelastung warnen lassen.
  • Sorgen Sie für ausreichend Getränkevorräte. Am besten in Form von Mineralwasser, verdünnten Säften und Kräuter- der Früchtetees.
  • Machen Sie Ihr Zuhause hitzefest: Dunkeln Sie Ihre Räume ab und sorgen Sie für Schattenplätze auf Balkon oder Terrasse.

Die Hitze ist da – das können Sie tun:

  • Tragen Sie weite, leichte und helle Kleidung und bei Aufenthalt im Freien eine Kopfbedeckung, gegen die UV-Strahlung.
  • Trinken Sie viel, auch wenn Sie keinen Durst verspüren. Mindestens 1,5 - 2 Liter pro Tag.
  • Essen Sie wasserreiches Gemüse und Obst, Blattsalate und leichte Speisen.
  • Kühlen Sie sich durch kalte Fußbäder ab oder halten Sie Handgelenke und Unterarme unter kaltes Wasser.
  • Lüften Sie bevorzugt zu kühleren Tageszeiten, z.B. am frühen Morgen.
  • Halten Sie die Wohnung kühl indem Sie tagsüber Rollläden und Vorhänge schließen.

Weitere Informationen zum Thema Hitzeschutz finden Sie auf der Homepage des Landesseniorenrates Baden-Württemberg. 

Eine ausführliche Link-Sammlung steht außerdem auf der Seite der Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg zur Verfügung.

Eine ausführliche Broschüre rund um das Thema Hitzeschutz, Maßnahmen zur Vorsorge samt Kontaktadressen für die weitere Beratung finden Sie anbei zum download:

Hitzeknigge_Willstaett.pdf

Hitzewarnungen und UV-Index:

UV-Index und empfohlene Maßnahmen: