Ausstellung „Viecherei im Rathaus“ von Matthias Rapp mit Vernissage eröffnet


Die Ausstellung im Rahmen der „Willstätter Kulturtage“ kann noch bis zum 3. Juni während der üblichen Öffnungszeiten auf drei Etagen im Rathaus besichtigt werden. Die Bilder können auch käuflich erworben werden. Den Erlös aus dem Verkauf will der Künstler an die Ukrainehilfe spenden.

Die Kunstausstellung von Matthias Rapp sollte eigentlich schon vor zwei Jahren stattfinden. Doch dann kam Corona und auch nachfolgende Versuche wurden immer wieder von der Pandemie ausgebremst. Nun aber war es endlich soweit: Mit einer Vernissage konnte die Ausstellung feierlich eröffnet werden. Bürgermeister Christian Huber konnte zahlreiche Gäste, darunter Familie, Bekannte und Freunde des Künstlers, aber auch Kunstinteressiert aus der Gemeinde Willstätt, im Bürgersaal begrüßen. Willstätt und speziell das Rathaus habe schon immer eine enge Beziehung zur Tierwelt, schmunzelte Christian Huber. Ob Tauben am Mühlengebäude, Enten, Schwäne und Nutrias an der Kinzig oder Störche am Himmel – alles ist vertreten. Und wer im Rathaus zum Bürgermeister will, der muss zunächst an einem blauen Schaf vorbei. Und nun haben auch noch Hühner und andere „Viechereien“ Einzug gehalten.

Als Einführung in die Ausstellung stellte Matthias Rapp anschließend mit „tierischer Freude“ seine Werke und deren Entstehung vor. Dabei erläuterte er auch, wie Holschnitte und Farbholzdrucke gemacht werden. Neben seinen Lieblingsobjekten, den Hühnern, gibt es noch weitere tierische Motive wie Bullen, Pferde, Schnaken aber auch Leoparden, Flamingos und Zebras in der Ausstellung. Die naturalistischen und realistischen Darstellungen zeigen lassen vor allem bei den Hühnern Interpretationen zu Gemütszuständen und Lebenssituationen zu, die sich teilweise in den Namen der Werke wiederfinden.

Für die passende musikalische Umrahmung dieser Vernissage sorgte das Klarinetten-Ensemble der Musikschule Zeno Peters aus Gengenbach mit Stücken von Mozart bis Scott Joplin. In einem Stück interpretierte das gekonnte Klarinettenspiel auch tierische Laute zu den Ausstellungstücken.

Anschließend konnten die Anwesenden bei einem kleinen Umtrunk die Ausstellung in aller Ruhe besichtigen und sich austauschen.

Zur Person Dr. Matthias Rapp:

Matthias Rapp Offenburg bewies schon zu Schulzeiten am Grimmelshausen-Gymnasium in Offenburg großes Talent zum Zeichnen. Der bekannte Maler Sepp Linder war sein Kunstlehrer. Aber das Talent blieb liegen – und so wurde Rapp Veterinärmediziner. Sein Beruf ließ ihm jedoch kaum Zeit für die Malerei. Kurz vor der Pensionierung wurde dann dieses Talent wieder zum Leben erweckt.

Jährlich eine Woche Landschaftsmalerei in Kursen der Volkshochschule Offenburg mit Jutta Spinner in Italien und danach mehrere Wochen Besuch der Europäischen Kunstakademie in Trier. Hier belegte Matthias Rapp verschiedenen Kurse in Zeichnen, Malerei, Modellieren, Comics, Schweißen, Bildhauerei und Holzschnitt. Dem Holzschnitt gilt heute das besondere Interesse von Matthias Rapp. Als Tierarzt sind Tierdarstellungen sein bevorzugtes Sujet; Hühner sind seine Lieblingsobjekte.