18. Willstätter Wirtschaftforum bei der Fa. Hinneburg GmbH in Legelshurst

Interessante Informationen zum Thema Atomkraft und Strahlenschutz sowie sinnliche Genüsse und Gaumenfreuden warteten auf die Teilnehmer des 18. Willstätter Wirtschaftsforums vor kurzem bei der Firma Hinneburg in Willstätt-Legelshurst.
Anlass war das 25-jährige Bestehen und der zum Geburtstag fertiggestellte Neubau der Hinneburg GmbH. Vor den eigentlichen Jubiläumsfeierlichkeiten mit Hausmesse, Firmenfeier und Tag der offenen Tür hatte Uwe Hinneburg die Vertreter der örtlichen Wirtschaft aus der Gemeinde Willstätt zu sich nach Legelshurst eingeladen. Außerdem präsentierten sich das Durbacher Weingut von Alexander Danner und die Oberkircher Confiserie Volker Gmeiner mit edlen Tropfen und köstlichen Schokoladenkreationen – eine perfekte Einstimmung auf die Vorweihnachtszeit. Bei der Eröffnung des Wirtschaftsforums beglückwünschte Bürgermeister Marco Steffens die Hinneburg GmbH zur Investition am Standort Legelshurst und wünschte dem Unternehmen eine gute Entwicklung für die Zukunft.
„Für mich ist klar, dass die Atomtechnik in Deutschland gestorben ist“, erklärte Geschäftsführer Uwe Hinneburg bei seiner Ansprache. Doch er sieht den Atomausstieg und die Liberalisierung der Strom-Märkte auch als Herausforderung. Um die Arbeitsplätze zu halten, setze man auf die Erweiterung in den europäischen und internationalen Markt sowie die Entwicklung neuer Produkte und die Schulung der Mitarbeiter. Jetzt schon liege der Exportanteil bei 52 Prozent, so Hinneburg. Die Firma Hinneburg hat dazu beigetragen, dass der Strahlenbelastungs-Grenzwert für Mitarbeiter in einem Betrieb von 50 auf 20 mSv (Millisievert) herabgesetzt worden ist, berichtete Uwe Hinneburg stolz davon, dass man im Bereich des Strahlenschutzes Geschichte geschrieben habe.
Die Hinneburg GmbH sei mittlerweile ein auf Umweltschutz spezialisiertes europäisches Unternehmen, so Hinneburg, der die Umwelttechnologie auch als eine Aufgabe der jetzt kommenden Unternehmensgeneration sieht: Wasseraufbereitung beispielsweise, Algenzucht für Biomassekraftwerke oder auch die Windenergie sind Themen, mit denen er sich befasst.
„Wir wollen in unserem Bereich Marktführer werden!“, blickt Uwe Hinneburg selbstbewusst und optimistisch in die Zukunft. Und baut auf die Kooperation mit den Firmen der Region.
Das Willstätter Wirtschaftsforum vereinte Unternehmer, Selbstständige und Vertreter der örtlichen Wirtschaft und Kommunalpolitik in der neuen Werkshalle der Firma Hinneburg GmbH in Legelshurst.

Diplom-Physiker Gerhard Jourdan hatte zuvor eine Einführung in die Welt der Atomkraft gegeben. Der Lehrbeauftragte an der Fachhochschule Hannover nahm die über 100 Gäste des Wirtschaftsforums mit auf eine Reise von der Entdeckung des „Atomos“ 400 vor Christus bis zu den heutigen Kernkraftwerken.
Ergänzt wurde er durch den Strahlenbiologen Karl Weibezahn vom Forschungszentrum Karlsruhe. Dieser erläuterte, was es bedeutet, wenn ionisierende Strahlung auf den Körper trifft. Eine Aufgabe des Strahlenschutzes sei es, die Menschen über die Aufnahme von Strahlen in den Körper (Nahrung, Rauchen) aufzuklären und die Abschirmung vor Bestrahlung.

Weitere Infos zu den teilnehmenden Firmen:
www.hinneburg.com
www.danner-weingut.de
www.chocolatier.de

25 Jahre Hinneburg

Das im Willstätter Ortsteil Legelshurst ansässige Unternehmen wurde am 1. April 1986 von Dieter Hinneburg als Nuklear Service gegründet. Zunächst arbeitete man als Dienstleister in allen Sparten der Kerntechnik.
Doch besonders in der Anwendung praktischer Strahlenschutzmaßnahmen, in der Abschirmung, tat sich für das Unternehmen ein neuer Markt auf.
2001/03 kam ein Generationswechsel. Was »unser Haus« ausmacht, skizziert Geschäftsführer Uwe Hinneburg so: Innovativ („alles, was wir machen, sind Einzelstücke auf den Bedarf des Kunden abgestimmt“), spezielles Know – How, hohe Qualität, Flexibilität und Zuverlässigkeit, fortlaufende Verbesserungen des Unternehmens. Die rund 70 Mitarbeiter setzen sich zusammen aus Ingenieuren, Betriebswirten, Technikern, Meistern, Facharbeitern, Auszubildenden. Im Unternehmen arbeiten etwa Strahlenschutzfachleute, Konstruktionsmechaniker, Schweißer und Industriekaufleute. Bei Produkten und Leistung der Firma Hinneburg stehen der Schutz vor ionisierender Strahlung sowie Vorrichtungen zum Umgang mit Gefahrenstoffen im Vordergrund. Die Kunden kommen aus der Kerntechnik, Medizin, Forschung und speziellen Industrien.