Gute Ergebnisse bei der Ideenwerkstatt zur Ortsentwicklung Legelshurst

09.10.2020 12:17

Gespannt warteten die Besucher am Mittwoch in der Legelshurster Festhalle was für „Arbeiten“ in der Ideenwerkstatt auf sie zukommen.

 

„Ich glaube wir sind auf einem guten Weg,“ fasste Projektentwickler Willi Sutter, vom Planungsbüro sutter³, seine Eindrücke nach Ende der Ideenwerkstatt zur Legelshurster Ortsentwicklung zusammen. Dieses Fazit fand offensichtlich auch Zustimmung des Ortschaftsrates und der zirka 50 Bürgerinnen und Bürger, die in die Festhalle gekommen waren, um ihr Interesse an der Entwicklung ihres Dorfes zu zeigen.

Nach der Auftaktveranstaltung im Juli unter dem Motto „Legelshurst unbegrenzt“ und der Exkursion in Verbindung mit der Umgestaltung der Ortsmitte Mitte September in den Raum Freiburg, stand also jetzt die Ideenwerkstatt auf dem Plan. Eingeladen waren alle Einwohner und Interessierten um sich mit Ideen in die Erarbeitung neuer Konzepte und deren Verwirklichung mit einzubringen.

Cornelia Haas vom Planungsbüro sutter³ informierte nach der Begrüßung durch Bürgermeister Christian Huber und Ortsvorsteher Peter Scheffel über den geplanten Ablauf der Ideenwerkstatt. Im Mittelpunkt standen danach ein knapp 60 Minuten dauernder Austausch mit Informationen, Gedanken, Ideen und Fragen standen. Beim „Arbeitsbeginn“ teilte sich die Ideenwerkstatt in drei Gruppen mit je zirka 15 Personen auf.

Eine Gruppe mit Willi Sutter beschäftigte sich mit dem Erarbeiten der Erfolgsfaktoren/-grundlagen zu den Punkten Nutzungen, Engagement der Bevölkerung, Engagement der Gemeinde, Trägerschaft und Finanzierung.

Die beiden anderen Gruppen wurden von Cornelia Haas vom Planungsbüro und von Philipp Rensch, dem Bauamtsleiter der Gemeinde Willstätt, angeführt. Bei diesen Teams ging es jeweils um eine Nutzungskonzeption und die Fragen: Welche Nutzer/Nutzungen sind vorrangig zu betrachten? Welche Gebäude/Flächen können hierfür sinnvoll herangezogen werden? Stehen die Nutzungen in den Gebäuden/Flächen in Konkurrenz zueinander? Welche Veränderungen sind erforderlich? Und das alles noch im Zusammenhang mit der Dringlichkeit und dem Wohin/Was/Wie?

Jedenfalls hatte man den Eindruck, dass an allen drei Stellwänden die „Ideenwerkstatt“ ihrem Namen gerecht zu werden schien. Spannend dann das Verkünden der Ergebnisse. Dabei gab Willi Sutter detaillierte Infos zu etwaigen Erfolgsfaktoren mit dazu möglichen Trägermodellen wie die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), die Vereinsträgerschaft, eine Genossenschaft oder mit Einbeziehung der Kommune.

Fast identisch dann die Ergebnisse bei den Nutzungskonzeptions-Gruppen. So stand beim Team von Cornelia Hass die Nahversorgung an erster Stelle, mit der Anmerkung, dass dafür das bisherige Gebäude des Einkaufszentrums beibehalten werden soll und es kein Discounter sein muss. Auf Platz zwei kamen die Festhalle (Renovierung oder Neubau) und der alte Sportplatz, wobei der Sportplatz frei ohne jegliche Bebauung bleiben soll. Erst auf Platz drei stand die mögliche Nutzung des Rathauses.

Bei der Gruppe von Philipp Rensch verkündete Hans Stahl die Ergebnisse und auch er hatte alle drei zuvor genannten Projekte auf dem Zettel. Allerdings in anderer Reihenfolge was die Dringlichkeit betrifft und zwar: 1. Rathaus; 2. Nahversorgung und 3. Festhalle.

„Der Ideen-Staubsauger scheint gefüllt. Jetzt müssen wir aus dem Beutel die Körner suchen, die man gebrauchen kann“, resümierte Bürgermeister Huber kurz vor „Feierabend“ in der Ideenwerkstatt. Huber merkte dazu auch an, dass man die Ergebnisse zunächst mit den Projektentwicklern nichtöffentlich auswerten wird, natürlich immer im Austausch mit dem Ortschaftsrat. Wenn nötig werde man auch wieder die Bürgerschaft mit ins Boot nehmen. Auch wird versucht, die Besitzer der Gebäude die gut ins Gesamt-Konzept passen würden, auf die Seite der Kommune zu bringen.

Für Ortsvorsteher Peter Scheffel ist für die Stimmung im Dorf wichtig, dass die positiven Eindrücke der Ideenwerkstatt in der Außendarstellung auch zum Tragen kommen. Der Fahrplan in Legelshurst sieht vor, dass bis Jahresende die bisherigen Impulse ausgewertet sind und die Konzepte im Frühjahr 2021 öffentlich vorgestellt werden.

Text und Fotos: Richard Lux