Gut angekommen - Gelungener Übergang für Moscherosch-Realschüler

28.12.2020 08:52

Trotz Pandemie und der damit verbundenen Schulschließung gab es an der Moscherosch-Gemeinschaftsschule in Willstätt am Ende des letzten Schuljahres großen Grund zur Freude.  Zum ersten Mal in der Geschichte der Schule legten Schülerinnen und Schüler erfolgreich den Realschulabschluss ab. 

Für die Kehler Zeitung war das im Sommer Anlass genug, sich mit vier Schülerinnen und Schülern über Ihre Zeit an der Schule und ihre Zukunftspläne zu unterhalten. Mittlerweile sind rund fünf Monate vergangen und Klassenlehrerin Birgit Bläsi,  die mit vielen ihrer ehemaligen Schülerinnen und Schülern noch in gutem Kontakt  ist, hat sich bei den Jugendlichen erkundigt, wie sich deren Start an den neuen Schulen und in den neuen Ausbildungsbetrieben gestaltet hat.

Vera Lutz aus Hesselhurst, die im Realschulzug der der Moscherosch-Schule als Jahrgangsbeste abgeschnitten und zahlreiche Preise eingeheimst hatte, ist auf das Sozialwissenschaftliche Gymnasium nach Achern gewechselt.

Sie kann nach rund drei Monaten eine rundum positive Bilanz  ziehen. „Der Start an der neuen Schule war für mich sehr gelungen. Ich wurde an der Moscherosch-Schule sehr gut auf die Anforderungen am Gymnasium vorbereitet und komme hier prima zurecht“, weiß die ehemalige Schülersprecherin der Moscherosch-Schule zu berichten.  Lediglich mit den ungünstigen Bus- und Bahnverbindungen nach Achern hatte Vera Lutz am Anfang zu kämpfen, sie war sehr lange unterwegs. Aber auch dieses Problem konnte mittlerweile mit Unterstützung der neuen Schule gelöst werden.

Dion Kadriu aus Willstätt besucht seit September das Wirtschaftsgymnasium in Kehl und berichtet Ähnliches wie seine ehemalige Klassenkameradin. „Ich wurde gut aufgenommen von meiner neuen Klasse. Ich habe zwar meine Problemfächer, aber insgesamt komme ich mit den Anforderungen gut zurecht.“

Auch Carina Mühlbauer aus Neumühl ist in ihrem neuen beruflichen und schulischen Umfeld gut angekommen. Für Carina war frühzeitig klar, dass sie nach der Mittleren Reife eine Ausbildung zur Erzieherin machen werde. Sie besucht nun die Fachschule für Sozialpädagogik in Lahr und hat sich dort direkt wohlgefühlt. Weil sie nach eigener Aussage an der Moscherosch-Schule gut darauf vorbereitet wurde, fällt es ihr insbesondere auch leicht, ihren schulischen Alltag selbstständig zu planen und zu strukturieren.

Fabian Fehl, der vierte im Bunde, der bereits im Juni zu seiner Zukunft befragt wurde, hat im September eine Ausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme begonnen. „Ich musste mich zunächst an den veränderten Tagesrhythmus und auch das lange Stehen im Berufsleben  gewöhnen“ gibt er unumwunden zu. Nichtsdestotrotz spricht er von einem angenehmen Start in die Ausbildung. „Mir wird schon einiges zugetraut und alle im Betrieb sind sehr freundlich zu den Auzubildenden“, zeigt er sich sehr zufrieden. Insbesondere die Kenntnisse und Fertigkeiten aus dem Technikunterricht, er beschäftigt sich in der  Ausbildung viel mit Platinen und der dazugehörigen Software, haben Fabian den Einstieg in die Berufswelt erleichtert.  

„Noch viel mehr als bestandene Prüfungen sind diese positiven Rückmeldungen ein Beleg dafür, dass die Gemeinschaftsschule hält, was sie verspricht“, freut sich Schulleiter Bertram Walter über das positive Feedback.  „Die Gemeinschaftsschule lässt Vielfalt zu und ermöglicht den Jugendlichen vielfältige Chancen für das weitere Leben.