Einkaufsservice in Willstätt wird durch den Verein Jung&alt – Für gegenseitige Hilfe fortgesetzt

26.05.2020 07:41

Nach den Lockerungen der Corona-Beschränkungen ist auch der Bedarf an dem von der Gemeinde Willstätt organisierten Einkaufsservice für Personen aus den Risikogruppen merklich zurück gegangen. Deshalb haben sich die Gemeindeverwaltung und der Willstätter Verein Jung&alt – Für gegenseitige Hilfe darauf verständigt, dass der Service künftig vom Verein übernommen wird.

„Wir wollen als Verein in der Gemeinde Willstätt unseren Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise leisten und die Menschen unterstützen, die sich in einer Notlage befinden. Wichtig ist nach wie vor, sich vor Ansteckung mit dem Virus schützen. Unsere Helferinnen und Helfer stehen bereit und freuen sich auf ihren Einsatz bei unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Die Einkäufe und Besorgungen werden nach telefonischer Absprache erledigt. Alles erfolgt selbstverständlich unter Einhaltung der vorgegebenen Hygieneregeln“, so die Vereinsvorsitzende Elvira Walter-Schmidt.

Der Verein Jung&alt – Für gegenseitige Hilfe e.V. ist seit über 20 Jahren mit verschiedenen Angeboten aktiv. Zu den Aufgaben des Vereins im Rahmen der Nachbarschaftshilfe gehören u.a. die häusliche Betreuung für hilfebedürftige Menschen, die Erledigung von Gartenarbeiten, Botengängen, Fahrdienste und Einkaufsdienste. Weitere Informationen unter www.jungalt.de.

Kontakt für entsprechende Anfrage und Aufträge: Telefon 07852 936 8972 (E. Walter-Schmidt).

Für Personen, die aus gesundheitlichen Gründen ihre Wohnung nicht verlassen können oder zu den Risikogruppen gehören, hatte die Gemeinde Willstätt Mitte März einen kostenlosen Einkaufsservice eingerichtet. Die zahlreichen Einkaufsanfragen aus der Bevölkerung wurden seither von Jasna Vogt und Carina Benz bei der Gemeindeverwaltung koordiniert. Insgesamt mehr als 110 Mal wurde der Service seither angefragt. Damit übersteigt die Inanspruchnahme die Erwartungen deutlich. „Ich bin positiv überrascht, welche Wirkung unser Service hat“, so Bürgermeister Christian Huber. Dabei hat sich die Befürchtung, dass zu wenige Helfer verfügbar sein könnten, nicht bewahrheitet. „In kürzester Zeit haben sich aus allen fünf Ortsteilen ehrenamtliche Freiwillige gemeldet, die sich bereiterklärten, als Einkäufer zur Verfügung zu stehen“, erinnert sich Jasna Vogt vom Bürgermeister-Büro. „Ein großes Dankeschön geht deshalb an alle, die uns beim Einkaufsservice unterstützt haben“.  „Für das unglaublich tolle Engagement werden wir den Helferinnen und Helfern mit einer kleinen Aufmerksamkeit unseren Dank auch im Namen der Bürgerinnen und Bürger aussprechen“, so Christian Huber.

Die 20 Helferinnen und Helfer haben in den zurückliegenden Wochen insgesamt mehr als 250 Stunden mit Einkaufen zugebracht. Ebenso groß war auch das Spektrum derer, für die eingekauft wurde. Neben Bürgerinnen und Bürger, die einer Risikogruppe angehören und selbst nicht einkaufen gehen wollten, wurde auch für Personen eingekauft, die Corona-bedingt unter Quarantäne standen. „Das Konzept die Einkäufe über die Gemeinde zu bündeln und für einen bargeldlosen Transfer zu sorgen war der richtige Schritt in Zeiten von Corona“, bemerkt Huber. „Positiv sei auch festzustellen, dass sich die Bevölkerung im privaten Bereich gegenseitig unterstützt hat“, so Jasna Vogt. Bekannte, Verwandte und Nachbarn hätten sich angeboten, entsprechende Besorgungen übernommen und sich gegenseitig geholfen.