Nationale Klimaschutzinitiative - Klimaschutzmaßnahmen in Willstätt

Der Bund fördert kommunale Klimaschutzkonzepte und -maßnahmen. Die Programme der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) bieten für Kommunen verschiedene Fördermöglichkeiten.

Auch die Gemeinde Willstätt  führt mit finanzieller Unterstützung aus diesen Programmen Klimaschutzmaßnahmen durch. So wurde bereits die Straßenbeleuchtung in großen Teilen auf moderne und energieeffiziente LED-Technik umgestellt. Auch die Innenbeleuchtung in den Schulen und gemeindlichen Hallen wird nach und nach auf LED-Beleuchtung umgestellt.

Nachfolgend finden Sie einige Berichte zu den jeweiligen Maßnahmen. 

Informationen zur Klimaschutzinitiative

Die Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMU) besteht aus einem nationalen und einem internationalen Teil und bietet Verbrauchern, der Wirtschaft, Kommunen sowie sozialen und kulturellen Einrichtungen seit dem 18. Juni 2008 Förderprogramme für verfügbare klimafreundliche Technologien und zukunftsweisende Klimaschutztechnologien.

In Deutschland fördert das BMU Klimaschutzmaßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien. Ziel ist es, die vorhandenen Potenziale zur Treibhausgasminderung kostengünstig und in der Breite zu erschließen sowie innovative Modellprojekte voranzubringen.

Ein Partner des Bundes, der Länder und der Europäischen Kommission für die Forschungs- und Innovationsförderung ist der Projektträger Jülich, der als Kompetenzträger bei der Realisierung ihrer forschungspolitischer Zielsetzungen, insbesondere in der Projektförderung, fungiert.

Der Projektträger Jülich deckt dabei ein breites thematisches Spektrum ab und verbindet fachliche und strukturelle mit administrativen Kompetenz - neutral und unabhängig von eigenen wirtschaftlichen Interessen. 

Innenbeleuchtung von Grundschulen und Hallen werden auf LED-Technik umgerüstet

Hesselhursts Ortsvorsteher Volker Mehne (links) und Bürgermeister Marco Steffens (rechts) informieren sich vor Ort in der Waldseehalle in Hesselhurst über den Einbau der LED-Leuchten.

Mit der Umrüstung der Beleuchtungsanlagen auf LED-Technik leistet Gemeinde Willstätt einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz. Gleichzeitig wird dabei auch nachhaltig die Gemeindekasse geschont.

2015 wurde auch die Innenbeleuchtung verschiedener Hallen und Grundschulen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 306 000 Euro auf LED-Technik umgerüstet. Hierbei werden 130 LED-Leuchten in der Grundschule Sand, 125 Leuchten in der Grundschule Eckartsweier, 160 Leuchten in der Festhalle Legelshurst, 125 Leuchten in der Mehrzweckhalle Eckartsweier und 155 Leuchten in der Waldseehalle in Hesselhurst eingebaut.

Durch diese Maßnahmen rechnet man mit Stromeinsparungen in Höhe von 65 Prozent. Über die gesamte Lebensdauer sollen  1315 Tonnen CO2 eingespart werden. Jeder Bundesbürger verursacht einen Kohendioxid-Ausstoß von elf Tonnen pro Jahr, somit kann für ein Jahr der CO2-Ausstoß von 120 Bürgern aufgefangen werden.

Über den Projektträger Jülich hat die Gemeinde Willstätt vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) die entsprechenden Fördermittel in Höhe von bis zu 30 Prozent (rund 92 200 Euro) der zuwendungsfähigen Kosten bewilligt bekommen.

Die Arbeiten an der Grundschule Sand, Grundschule Eckartsweier, Festhalle Legelshurst und Waldseehalle Hesselhurst wurden von der Firma TMS Elektrotechnik aus Offenburg ausgeführt, die LED-Umrüstung an der Mehrzweckhalle in Eckartsweier von der Firma Elektro Prinzbach aus Haslach.

Die erforderlichen Elektroarbeiten zur Sanierung der Beleuchtung in den Hallen und Grundschulen wurden öffentlich ausgeschrieben durch den Willstätter Gemeinderat vergeben.

Bisherige Umstellung auf LED-Technik

Das Straßenbeleuchtungsnetz in der Gemeinde Willstätt war bis 2014 hauptsächlich auf Basis der Quecksilberdampfleuchte aufgestellt. Nach und nach wurde es mittlerweile erneuert. Im Jahr 2014 gabe es in großen Teilen Willstätts und der Ortsteile Eckartsweier, Hesselhurst, Legelshurst und Sand eine Umrüstung auf die LED-Technik. Oberstes Ziel war eine effiziente und blendungsarme Ausleuchtung der Straßen bei Beibehaltung der derzeitigen Lichtmaststandorte und der damit verbundene Förderung des Umwelt- und Klimaschutzes. Mit diesen Maßnahmen wurden gleichzeitig zukünftigen Generationen jährliche Einsparungen von 75 Prozent Energie und damit jährlich 190 Tonnen CO2 gesichert.

Die Kosten für die Umrüstung von 953 Lichtpunkten betrugen rund 442 000 Euro. Rund 88 000 Euro bekam die Gemeinde aus dem Förderprogramm für Klimaschutzobjekte. Weiterhin wurden 35 Leuchten im Zusammenhang mit Erdverkabelungsarbeiten und Modernisierungsmaßnahmen im Stromnetz auf moderne LED-Leuchten umgerüstet.

Im Jahr 2014 wurden außerdem in der Hanauerlandhalle 365 alte Lampen durch neue LED-Leuchtkörper ersetzt. In der Moscheroschschule wurden 223 alte Lampen aus- und 327 neue LED-Leuchtkörper eingebaut. Die Gesamtkosten der Maßnahmen beliefen sich auf rund 335 000 Euro, wobei 159 000 Euro auf den Bereich der Hanauerlandhalle und 176 000 Euro auf die Umrüstung in der Moscherosch-Schule entfallen. Hierbei hat das BMU eine Förderung von 40 Prozent der förderfähigen Kosten, rund 111 000 Euro, bezuschusst. Demnach verblieb der Gemeinde ein Eigenanteil in Höhe von rund 224 000 Euro übrig. Durch diese Umrüstung können Einsparungen von ca. 48 000 Euro jährlich erzielt werden, wonach die Investition bereits in knapp fünf Jahren amortisiert wird.

Willstätt, August 2015

Willstätt auf dem Weg zur Energiespar-Gemeinde / Neue Straßenbeleuchtung verringert CO2-Ausstoß

Die Gemeinde rüstet rund 1000 Strahler der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik um. Auch ein Straßenzug im Ortsteil Legelshurst ist davon betroffen.
Abschlussbesprechung zur LED-Umrüstung der Willstätter Straßenbeleuchtung: v.l.n.r. Herr Jürgen Lamm, Gerhard Seifermann von der Syna GmbH, Bürgermeister Marco Steffens, Bauamtsleiter Clemens Schönle

Neue LED-Technik erhellt jetzt viele Straßen in Willstätt und den Ortsteilen Eckartsweier, Hesselhurst, Legelshurst und Sand.

»Wir sind hoch zufrieden mit der Ausleuchtung durch die neue LED-Technik«, betonte Bürgermeister Marco Steffens bei der abschließenden Besprechung mit der Firma Syna. »Mit den neuen Leuchten sparen wir über 75 Prozent Energie und damit jährlich über 190 Tonnen Kohlenstoffdioxid.«

Förderprogramm

Die Kosten für die Umrüstung von 953 Lichtpunkten betrugen laut Steffens rund 441 400 Euro. Rund 88 200 Euro bekommt die Gemeinde aus dem Förderprogramm für Klimaschutzprojekte. Weitere­ 35 Leuchten wurden im Zusammenhang mit Erdverkabelungsarbeiten und Modernisierungsmaßnahmen im Stromnetz auf moderne LED-Leuchten umgerüstet.

Bei der Auswahl des Lampentyps entschied sich der Willstätter Gemeinderat für ein in der Ausleuchtung effizientes und flexibles Modell mit einer modernen, filigranen Optik, die überall gut ins Ortsbild passt. In Absprache mit den Ortschaften konnte man so erreichen, dass es in der Gemeinde künftig nur noch zwei unterschiedliche Lampenarten gibt.

Die alten Leuchten waren in die Jahre gekommen und damit reparaturanfällig sowie schwach in der Ausleuchtung. Die Süwag Netztochter Syna GmbH analysierte im Auftrag der Gemeinde den bisherigen Bestand der Straßenbeleuchtung mit HQL-Leuchtmittel und erarbeitete Alternativen für eine wirtschaftlichere Beleuchtung.

Oberstes Ziel dabei war eine effiziente und blendungsarme Ausleuchtung der Straßen bei Beibehaltung der derzeitigen Lichtmaststandorte. »Diese Aufgabe hat die Syna perfekt erfüllt«, lobte Bürgermeister Steffens. Auch Gerhard Seifermann von der Syna GmbH lobte die gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung und bemerkte, dass mit dieser Maßnahme nun bis auf einige wenige Leuchten alle alten und unwirtschaftlichen Leuchten auf LED umgerüstet sind.

»Auch die historischen Leuchten in Willstätt wurden inzwischen durch die ortsansässige Firma Elektro-Ferber mit LED-Leuchtmitteln ausgestattet«, ergänzt Bauamtsleiter Clemens Schönle.
Es werden dadurch nicht nur 75 Prozent Energiekosten eingespart: Die Wartungskosten werden durch die neuen LED-Leuchten erheblich reduziert.

Weitere Umrüstungen

Die Umrüstung der Beleuchtungsanlagen in öffentlichen Gebäuden auf LED-Technik wird in der Gemeinde Willstätt weiter vorangetrieben.
Nach der Willstätter Hanauerlandhalle und der Moscherosch-Schule sollen 2015 weitere Gemeindehallen und Schulen folgen. Knapp 310 000 Euro sind im Haushalt dafür vorgesehen, merkte Marco Steffens an.

Willstätt, Dezember 2014

Modernisierung der Straßenbeleuchtung - Umrüstung auf LED-Technik

Heller und damit auch sicherer werden die Willstätter Straßen durch die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Licht. Gleichzeitig wird Energie eingespart und der CO2-Ausstoß verringert.

In der Gemeinde Willstätt wird die Straßenbeleuchtung auf energiesparende LED-Beleuchtung umgestellt. Ein großer Teil der alten Quecksilberdampfleuchten wird durch neue, moderne Leuchten mit LED-Technik ersetzt. Wie die Gemeindeverwaltung in einer Presseinformation mitteilt, ist das im Ortsteil Legelshurst bereits größtenteils geschehen. Begonnen wurde in diesen Tagen im Ortsteil Hesselhurst. Die anderen Ortsteile folgen noch.

Insgesamt fast 1000 neue LED-Leuchten werden künftig die Straßen der Gemeinde besser und somit energieeffizienter beleuchten, heißt es in der Mitteilung aus dem Rathaus. Den Auftrag für die Lieferung und Montage der neuen Leuchten hatte im April des Jahres die Syna GmbH vom Willstätter Gemeinderat erhalten. Die Gesamtmaßnahme beläuft sich auf rund 502 000 Euro.

»Die Maßnahme ist nicht nur ein weiterer Beitrag der Gemeinde zum Umweltschutz, sondern zahlt sich in ein paar Jahren auch finanziell für uns aus«, zeigt Bürgermeister Marco Steffens auf. »Für die Investition im Bereich der Straßenbeleuchtung erhält die Gemeinde Willstätt einen Zuschuss von 98 900 Euro, denn die Maßnahme wird über das Förderprogramm KSI (Klimaschutztechnologie bei der Stromnutzung) des Bundes-Umweltministeriums (BMU) mit 20 Prozent gefördert.«

Außerdem wird der Restbetrag über ein sehr günstiges Darlehen aus dem Förderprogramm »Energetische Stadtsanierung – Straßenbeleuchtung« der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu einem Zinssatz von 0,1 Prozent finanziert.
Durch die stromsparenden LED-Leuchten wird die Gemeinde künftig jährlich Stromkosten von 65 000 Euro einsparen, so dass sich die Investition in sechs Jahren amortisiert hat. Die jährliche Stromeinsparung beträgt 452 413 kWh. Berücksichtigt man, dass der statistische Musterhaushalt 3359 kWh Strom pro Jahr verbraucht, dann könnten durch die Stromeinsparung 135 Haushalte im Jahr versorgt werden, hat man im Willstätter Rathaus ausgerechnet.

Außerdem wird durch die Sanierung der Beleuchtung eine enorme CO2-Einsparung erreicht. Gemessen an der Lebensdauer der Lampen sind dies 5338 Tonnen CO2. Jeder Einwohner in Deutschland verursacht einen CO2-Ausstoß von 11 Tonnen pro Jahr. Somit kann für ein Jahr der CO2-Ausstoß von 485 Bürgern aufgefangen werden.

»Die neuen Lampen leuchten den Straßenraum noch besser aus und tragen somit auch zu mehr Verkehrssicherheit bei Dunkelheit bei«, nennt Hans-Peter Höferlin, der bei der Gemeindeverwaltung für die Liegenschaften und auch für die Straßenbeleuchtung zuständig ist, einen weiteren Vorteil.
Auch den Willstätter Kämmerer Philip Kaufmann freuen die Energieeinsparungsmaßnahmen, führen sie doch zu einer nachhaltigen und strukturellen Verbesserung des Gemeindehaushalts.

Der Willstätter Gemeinderat hatte die Maßnahme in der ersten Jahreshälfte 2014 auf den Weg gebracht. Auch in der Hanauerland-Halle und in der Moscherosch-Schule wird derzeit die bisherige Innenbeleuchtung durch LED-Technik modernisiert.

Willstätt, September 2014

Gemeinde Willstätt hat Beleuchtung in der Moscherosch-Schule und Hanauerland auf LED umgestellt

Willstätts Bürgermeister Marco Steffens (rechts) und Hans-Peter Höferlin von der Gemeindeverwaltung (links) lassen sich die neuen LED-Beleuchtungskörper für die Hanauerlandhalle von TMS-Mitarbeiter Josef Seewald erklären.

Sport und Bildung präsentieren sich in Willstätt künftig in einem besonderen LED-Licht. Dank der Beleuchtungsumstellung in der Hanauerland-Halle und der Moscherosch-Schule auf LED-Licht kann dabei sogar bei den Stromkosten gespart und der CO²-Ausstoß gesenkt werden. 

Seit 2014 erstrahlen Veranstaltungen und sportliche Betätigungen in der Willstätter Hanauerland-Halle sowie der Unterricht in der Moscherosch-Schule unter einem noch besseren und dabei sogar noch günstigeren Licht. Für die Moscherosch-Schule schickt sich das ganz gut. Denn sie startete gleichzeitig als Gemeinschaftsschule in das neue Schuljahr. So war  die neue LED-Beleuchtung quasi in der »Schultüte« zum Neubeginn.

Die Sommerpause im Jahr 2014 hat die Gemeinde Willstätt genutzt, um die Innenbeleuchtung in den beiden Gebäuden auf LED-Technik umzurüsten. Bürgermeister Marco Steffens und der Fachbereichsleiter Liegenschaften, Hans-Peter Höferlin, nahmen die neue Beleuchtung in der Hanauerland-Halle bei den Sanierungsarbeiten in Augenschein.
Den Auftrag für die Arbeiten hatte der Willstätter Gemeinderat Anfang Juli 2014 an eine Fachfirma aus Offenburg vergeben. Sie hatte nach der öffentlichen Ausschreibung, an der sich nur drei Firmen beteiligt hatten, das günstigste Angebot vorgelegt.
In der Hanauerland-Halle mussten 365 alte Lampen mit Neonröhren abmontiert und durch 335 neue LED-Leuchtkörper ersetzt werden. Etwa 375 Meter neue Leitungen wurden dafür verlegt. In der Moscherosch-Schule wurden 223 alte Lampen aus-  und 327 neue LED-Leuchtkörper eingebaut. Hier sind noch 62 Bewegungs- und Präsenzmelder für eine noch effektivere Lichtsteuerung hinzugekommen. An Leitungen wurden rund 1670 Meter Material verarbeitet. Die veranschlagten Gesamtkosten der Maßnahmen belaufen sich laut Gemeindeverwaltung auf rund 355 000 Euro. Davon entfallen 176 000 Euro auf den Bereich der Hanauerland-Halle und 179 000 Euro auf die Lampenumrüstung in der Moscherosch-Schule.
Auch diese Maßnahme wird – wie die LED-Sanierung der Straßenbeleuchtung – teilweise über Fördermittel des Bundes-Umweltministeriums (BMU) und ein günstiges Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) finanziert, berichtet die Gemeinde. Nach Abzug der BMU-Förderung von 40 Prozent der förderfähigen Kosten (rund 129 000 Euro) verbleibt für die Gemeinde unterm Strich ein Eigenanteil von rund 226 000 Euro, der wiederum über das Kreditprogramm »Energieeffizient Sanieren – Kommunen« der KfW mit einem günstigen Zinssatz von 0,1 Prozent finanziert wird.
»Durch dieses Finanzierungskonstrukt und die jährlichen Einsparungen von rund 48 000 Euro durch die Strom sparenden LED-Leuchten werden sich die Investitionen der Gemeinde hier im Schnitt schon in knapp fünf Jahren amortisieren«, rechnet Kämmerer Philip Kaufmann vor. Abgesehen davon ist natürlich auch der Umweltaspekt angesichts der verminderten CO2-Belastung zu beachten.
Auch die Straßenbeleuchtung in der Gemeinde Willstätt wurde auf LED-Beleuchtung umgestellt. »Auch in den anderen Sport- und Mehrzweckhallen und öffentlichen Gebäuden wollen wir mit Hilfe entsprechender Förderungen die Beleuchtung nach und nach auf die neue LED-Technik umstellen«, blickte Bürgermeister Marco Steffens auf die kommenden Jahre.

Willstätt, September 2014