Hesselhurst

Das Dorf Hesselhurst stellt einen hochmittelalterlichen Ausbauort dar. Er war Eigenbesitz der Herren von Lichtenberg. Die Deutung des Ortsnamens „Hesilnhurst“ von 1308 dürfte mit Haselwald wohl treffend erklärt sein.
Im Jahre 1429 wurde das Dorf zerstört, das im 15. Jahrhundert zum Amte Willstätt zählte und noch im 17. Jahrhundert ein Gericht zusammen mit Eckartsweier bildete.
Vor 1748 scheint Hesselhurst dann selbständig geworden zu sein, denn im Jahre 1748 teilten sich beide Gemeinden die zuvor gemeinschaftlich genutzten Wälder und Weiden auf. Hesselhurst wurde 1803 badisch.
Die Evangelische Pfarrkirche wurde 1831 im neuromanischen Stil erbaut.
Das Schulhaus stammt aus dem Jahre 1864. Bemerkenswert sind mehrere alte und gut erhaltene Hakenhöfe im Dorf.

Das Wappen ...

... der Ortschaft Hesselhurst zeigt in Silber einen gestürzten schwarzen Angelhaken, welcher auf einem Grenzstein mit der Jahreszahl 1731 bereits deutlich erkennbar ist. Das Gemeinde-Insiegel von 1811 zeigt über den Buchstaben „HS“ ein schräg links liegendes Rebmesser, das alte Dorfzeichen von Hesselhurst. Es war nach den Bannbe- schreibungen von 1749 und 1777 auch auf den Grenzstei- nen angebracht. Der Angelhaken erscheint bei späteren Farbstempeln in einem gekrönten Schild (schwebende Laubkrone). Auf Wunsch der Gemeinde wurden 1912 der Angelhaken beibehalten und vom Generallandesarchiv die Wappenfarben festgelegt.